Spätes Aufstehen. Wir werden um 14Uhr abgeholt und müssen um 12 aus dem Zimmer sein. Es gibt nochmal ne leckere Suppe und Obst zum Frühstück. Dann laufen wir einfach mal los.

Im Geschäft von Smateria kaufen wir ein Täschchen für den ebook-reader. Das Label macht aus Fischer- und/oder Industrienetzen alles Mögliche. Das hat mir sofort gut gefallen. Dann stolpern wir über einen Laden der Handwerkliches aus Kambodscha verkauft. Gewebte Decken und Tücher, Sachen aus Palmholz, schöne Postkarten und Schmuckstücke aus Patronenhülsen und Bombensplittern.

Wir laufen noch ne halbe Stunde weiter durch Strassen wo wir noch nicht waren um uns zu guter Letzt einen Café zu gönnen. Das Café wirbt mit eigener Rösterei. Der Espresso und Elkes Latte sind gut.

Im Hotel zurück duschen wir und checken dann aus. Jetzt ist Warten angesagt das wir mit Lesen überbrücken. Dank elektronischen Lesestoffs mangelt es uns da an nix. Selbst Elke muss das Praktische daran mittlerweile anerkennen. Um 2 fahren wir Richtung Flughafen los und stehen fast prompt im Stau. Wir brauchen 40 Minuten für 11km – satter Schnitt🤪.

Am Flughafen müssen wir noch etwas warten; der Schalter ist noch nicht offen. Wieder fallen uns die vielen Leute mit Mundschutz auf. Am Morgen haben wir mit Susi in Sydney geskypt. Sie kommt gerade von einem Flug von Dallas zurück. Ein Chaotenflug, weil alles Mögliche nicht funkioniert. Vor allem die 1. Klasse versteht da keinen Spaß. Es ist immer wieder schön ihren Geschichten zuzuhören. Sie erzählt aber auch davon, daß viele Flüge auf Grund vom Corona-Virus wegfallen werden. Außerdem von einem Taxifahrer der ihr erzählte, daß Hamsterkäufe getätigt werden. Klopapier wird rationiert verkauft.

Nach dem Einchecken laufen wir durch die lockere Pass- und Gepäckkontrolle. Die ersten Artikel im Dutyfree sind Mundschutz und Desinfektionsmittel direkt neben Toblerone-Riesenpackungen. Irgendwie dreht die Welt gerade am Rad.

Wir gönnen uns noch einen Snack in Form von Teigtaschen und danach geht es schon in den Flieger. Es ist nur ein kurzer Flug, wir starten sogar etwas früher, wahrscheinlich ist der Flugkorridor über Phnom Penh noch nicht so überlastet wie anderswo :-). Wir bekommen ein Einreiseformular für Laos zum ausfüllen. Neben mir sitzt ein Chinese aus Hubei mit Mundschutz. Datenschutz ist bei Nebeneinandersitzenden in der Holzklasse nicht soo groß. Also wenn was sein sollte – 1987 geboren, auf 24C und Flug VN920!

Wir kommen vor der eigentlichen Zeit an. Wow. Da wir ja das eVisa schon haben können wir direkt zum passenden Schalter. Nehmen unser schon vorhandenes Gepäck auf und sind in Null komm Nix draussen. Der erste Schalter draussen ist für SIM-Karten. First things first :-). Für 13$ bekommen wir, ohne Kopie eines Ausweises, 14GB + 5$ Telefonie für 30 Tage. Dann suchen wir einen Geldautomaten. Es gibt 2 davon. Einer geht gerade nicht und der zweite kommt erst noch – irgendwann. Internationaler Flughafen einer Landeshauptstadt! In einer „Bankfiliale“ können wir ausnahmsweise mit unserer Prepaid-Kreditkarte Geld abheben. 3 000 000 Kip!!!!! Wir sind Millionäre :-). Sind aber nur 300€ .

Das Taxi zum Hotel wird im Vorraus an einem zentralen Punkt bezahlt. Sehr gute Sache finde ich. 7$ bis ins Zentrum sind echt OK. map

Was uns direkt auffällt ist, daß an Ampeln die Menschen tatsächlich anhalten wenn es rot ist. Der Verkehr ist wesentlich ruhiger und entspannter als in Phnom Penh. Wirkt schon mal sehr angenehm. Außerdem hat es kurz vor unserer Ankunft wohl geregnet und es ist lange nicht so heiß hier.  Unser Hotel liegt recht zentral, das Zimmer ist wesentlich kleiner als die Vorhergehenden, aber das ist nicht wirklich ein Problem. Sogleich gehen wir vor die Tür und suchen uns eine Kneipe um ein gepflegtes Bier zu trinken. Keine 2 Minuten weiter werden wir fündig und gönnen uns ein Beer Lao. Ehrlich gesagt haben wir uns lange darauf gefreut. Das hat uns schon damals geschmeckt. Lecker!!

Also: 18:30 gelandet und 20:15 Bier bestellt mit dazwischen Visum, Gepäck bekommen, SIM Karte, Geld, Fahrt zum und Einchecken im Hotel!!! Das mach uns mal einer nach!