Eindrücke von unseren Reisen

Autor: Thomas (page 1 of 152)

Great Ocean Road

Heute früh können wir draussen frühstücken, in Jacke, aber draussen. Es soll heute nicht regnen und so wollen wir zum Cape Otway fahren um da eine kleine Wanderung zu machen.

Wir sind noch nicht richtig aus dem Campingplatz draussen und es fängt an zu regnen. Man kann sich auf nix verlassen. Da Cape Otway in dem Nationalpark liegt der den meisten Regen in Australien abbekommt, entscheiden wir uns schnell um und fahren in die andere Richtung. Hier sollen auch überall Walks sein.

Die Great Ocean Road ist ja von Westen kommend ihrem Namen noch nicht so gerecht geworden. Ab Apollo Bay ändert sich das. Von nun an verläuft die Strasse immer am Meer entlang. Noch nicht weit gekommen sehen wir ein Schild zum „Carisbrook Falls Lookout“. Die Einfahrt zum Parkplatz hat man vorsichtshalber nicht markiert. Nicht dass einer tatsächlich da hält :-)! Für alles und jeden Blödsinn gibt es Schilder, aber Sehenswürdigkeiten muss man manchmal echt suchen.

Der kleine Spaziergang zum Wasserfall führt stetig bergauf bis man unverhofft am Lookout steht. Durch die Regenfälle der letzten Zeit führt der Wasserfall sogar Wasser.

Weiter geht es nach Kennett River. Dort führt ein kleiner Track am Kennett River entlang. Wir sehen einige schöne Wasservögel und zum Schluß sogar auf einer Wiese ein Känguru. Das ist zwar weit weg, aber gut zu beobachten. Toll.

Unser nächster Stopp ist Wye River. Auch hier führt ein Weg am Wasser entlang, allerdings durch den überdimensionalen Campingplatz. Das brechen wir ab, weil es alles andere als schön ist an den Plätzen vorbeizulaufen. Wir fahren weiter Richtung Lorne. Es ist Mittag und mir ist nach einem Café. Laut Reiseführer ist Lorne ein mondänes kleines Städtchen. Im Gegensatz zu den Häuseransammlungen um einen Campingplatz hat Lorne wenigstens ein paar Geschäfte bzw Cafés zu bieten. In einer Bäckerei finden wir ein „Multigrain Sourdoughbread“. Das nehmen wir zum Frühstück mit. Wir haben es bis jetzt geschafft ohne Toastbrot auszukommen! Man muss etwas suchen, aber es gibt brauchbares Brot.

Das Wetter hat bis jetzt gehalten und die Sonne zeigt sich auch des öfteren. Immerhin haben wir die 20°-Marke heute geknackt. Wir fahren gemächlich zurück. Besonders schnell geht es auf der Great Ocean Road eh nicht. Die Kurven sind eng und die vielen Touris die an jedem Lookout anhalten nerven. Wir sind ja auch welche davon :-).

 

 

Am Nachmittag sind wir, nach mehreren Stopps, wieder in Apollo Bay zurück. Im örtlichen Foodworks gehen wir für heute abend einkaufen. Das Wetter sieht stabil aus. Die Sonne wärmt gerade und so machen wir einen langen Strandspaziergang. Das Meer reizt mich schon sehr und ich war erst einmal drin. Schnell die Badehose an und rein. Brrrrr. Es ist saukalt, aber wunderbar. Die Wellen sind nicht besonders hoch in der Ecke der Bucht und so kann ich endlich etwas schwimmen. Klasse.

Übermorgen, am 26.Januar, ist Nationalfeiertag. Da der auf einen Sonntag, also keinen Arbeitstag, fällt ist der Montag drauf frei. Das nutzen scheinbar viele für ein verlängertes Wochenende auf unserem Campingplatz. Der füllt sich zusehendes. Bei der sehr begrenzten Anzahl der Sanitäranlagen wird das besimmt lustig. Normalerweise kein Problem, aber hier sind hauptsächlich Zelter, also ohne eigenes Badezimmer im Camper.

12 Apostel und 11 Grad Celsius

Nachts hat es immer mal wieder geregnet und es ist ganz schön kalt geworden. Unser Campingnachbar kommt aus dem Yarra-Valley das uns so gut gefallen hat. Er macht mit seiner Frau eine 10 monatige Auszeit. Wir erzählen was wir so machen und natürlich kommt die Sprache auf die Brände. Er findet das alles übertrieben; es brenne schliesslich jedes Jahr. Manche Menschen verstehe ich nicht.

Als wir Richtung Osten losfahren sind es 14°. Da wir die Strecke bis Port Campbell schon kennen fahren wir recht schnell. Am ersten Lookout danach werden wir binnen weniger Minuten ziemlich nass, das ist bei diesen Temperaturen nicht schön.

Als wir bei den 12 Aposteln ankommen tröpfelt es nur noch ganz wenig. Dafür sind hier jede Menge Touris, vor allem Asiaten, unterwegs. Für wenige Sekunden haben wir etwas Licht auf die Felsformationen im Wasser. Dann laufen wir noch die kurze Strecke zu einem weiteren Lookout bevor wir weiter fahren. Interessant: einige Strassenschilder sind NUR in chinesisch!! An den Strassenrändern stehen Absperrungen damit niemand auf dem Seitenstreifen anhält. Offensichtlich nötig.

Die 12 Apostel hiessen früher die „Sau und die Ferkel“. Wann sie umgetauft wurden und warum finde ich nicht. Östlich der Apostel sind noch 2 Steinformationen. Namentlich Gog und Magog und laut Infozettel nicht zu den Aposteln gehörend, weil aus dem Alten Testament.

Eigentlich hätte Thomas jetzt gerne einen Kaffee, aber dieser Teil der Great Ocean Road geht durch sehr einsames Gebiet, sehr schönen Wald und hügeliges Farmland. Als wir dann endlich ein Café finden sind es (Achtung: kein Witz!!!) 11° – um 13 Uhr. In dem Café gibt es Strickwaren aller Art zu kaufen, Wollsocken, Handschuhe, Pullover – ich bin kurz versucht.

Auf der weiteren sehr schönen Strecke, bei der wir nur einmal ganz kurz an die Küste kommen, regnet es dann auch wieder heftig. Im Reiseführer steht, dass hier die meisten Niederschläge australienweit runterkommen – 2000mm pro Jahr!

In Apollo Bay ist es dann vorbei mit der Einsamkeit. Restaurants, Geschäfte (die gerade alle dicke Sweater verkaufen) und eine Art Jahrmarkt an der Uferstraße. Unser Campingplatz, der sehr teuer ist, liegt wenige Km vor dem Ort direkt am schönen Strand. Zu dem machen wir dann bei (wieder Achtung) sehr kaltem Wind aber hie und da Sonne (!) einen kleinen Spaziergang. Ein Koala ist gerade die Attraktion hier auf dem Platz, er sitzt ziemlich niedrig in einem Baum und futtert genüßlich vor sich hin. Die sind einfach sehr süß!

 

 

 

Heute Abend suchen wir uns ein warmes Restaurant im Städtchen :-). wir reissen uns von dem süßen Koala los und fahren zum Abendessen. Im Seafood-Café, eines der wenigen „Restaurants“ die abends offen haben, bestellen wir die Seafoodplatter für 2. Weil gegrillt 4$ teurer. Ausser einem Salat und massig Pommes gibt es Tintenfisch, Scallops, Garnelen und Fisch. Alles sehr lecker, aber, wie in einem Take-Away zu erwarten, nicht gerade edel serviert. Hauptsache es schmeckt.

Danach gehen wir am Strand bis zum Hafen und entdecken dort ein Take-Away wo es einen Lobster für 65$ gibt. Wir sind ja 4Tage hier :-). Am Campingplatz zurück, es regnet gerade etwas, gibt es einen tollen Regenbogen über dem Meer. Der Koala hat sich zum Schlafen in seiner Astgabel zusammengerollt.

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