Flug und endlich zu hause

Bevor wir in den Transrapid steigen müssen natürlich unsere Koffer und Rucksäcke gescannt werden. War ja klar und mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt. Leider fährt der Transrapid um diese Uhrzeit nur 300km/h. Warum erschließt sich uns nicht. Schade.

Am Flughafen beim Check-In müssen wir unsere Koffer öffnen. Irgendwas ist aufgefallen. Natürlich finden sie nichts -das Opium ist Eigenbedarf ☺. Wir verabschieden uns von Kun, der hat heute gleich die nächste Gruppe.

Dann Anstellen zur Passkontrolle. Eine hübsche Beamtin mustert meinen Pass genauestens. Wahrscheinlich ist sie ob meiner 3 Vornahmen irritiert. Bei den Chinesen steht der Familienname immer vorne – bei uns halt andersrum. Zusätzliche schaue ich noch in eine Kamera. Nur die Fingerabdrücke müssen nicht mehr gegengecheckt werden. Reicht wohl schon so aus. Das Lesegerät dazu ist aber vorhanden.

Danach geht es direkt zum Security-Check. Wieder in eine Schlange zum Anstehen. Das hätte man mal mitzählen sollen wie oft wir anstanden und wie oft wir kontrolliert worden sind. Von unseren Ausweisen existieren auf jeden Fall unzählige elektronische Kopien.
Beim Check muss ich alles elektronische Gerät, Batterien und die Powerbank rausholen. Im Koffer darf sowas nicht sein. Dann werde ich von einer weiblichen Securitymitarbeiterin abgetastet. Die nehmen es hier endlich mal genau. Oft war es nur ewas gutschigutschi.

Endlich durch. Wir suchen uns ein Café und gönnen uns mit den letzten Yuan einen doppelten Espresso und einen Latte. Es ist noch etwas Zeit, also stromern wir durch die Geschäfte. Es gibt, scheinbar, lebende Krabben zu kaufen. Zumindest sind sie fest verschnürt. Warum sollte man das sonst tun? Auch allerlei Getier in Giessharz sehen wir. China hat schon einiges Obskures zu bieten.

Pünktlich steigen wir ein. Die Sitzreihen sind 2 4 2 und die Gänge sehr eng. Unser beiden Monitore reagieren auf alles nur nicht wie man möchte. Auch die hübsche und humorvolle Stewardess muss kapitulieren. Der Kapitän kühlt uns auf winterliche Temperaturen runter. Entweder muß er Energie fürs heizen sparen oder wir werden auf heimatliche Verhältnisse vorbereitet. Zum Essen gibt es Schwein mit Reis oder Nudeln mit Fisch. Wir nehmen beides zum Testen. Danach wird Verdunkelung verordnet. 

Zum Lesen kam man ja kaum während des Urlaubs. Jetzt lese ich endlich das ebook „Die letzten Tage von Peking“ von Pierre Loti aus. Darin geht es um Peking während des Boxeraufstandes um 1900 rum. Gerade sind wir über Novosibirsk. Vielleicht ist es deshalb so kalt hier?!

Nach ein paar Stunden mit schlafen, Video und aus dem Fenster gucken, lesen und schwätzen gibt es wieder was zu essen. Die Auswahl wird uns diesmal abgenommen, da die Lustige diesmal von hinten anfängt. Also Nudeln mit Schwein. Wäre auch viel leckerer – kicherkicher. Die ist schon lustig. GPS sagt wir sind bald über St.Petersburg. 

Sitzen endlich in der Bahn nach Mainz und hoffen, dass alle anderen auch ihre Züge bekommen.