Der Flug

Alle Passagiere haben Souvenirs gekauft. Beliebt sind die grossen Sisaleinkaufstaschen, 4L-Packs Rum und sonstige Alkoholika. Das alles kommt zu üppigem Handgepäck dazu. Meine Befürchtung keinen Platz für unsere Rucksäcke zu bekommen  sind Gott sei Dank unbegündet, allerdings nur weil wir früh einsteigen. Vor unserem Abflug regnet es sehr heftig-soviel hatten wir bisher noch nicht seit wir auf La Reunion sind. Es sind nur sehr wenig Plätze frei im Flieger,  also nix mit einer Viererbank für uns beide.

Der Innenraum ist richtig runtergekühlt und das wird den ganzen Flug so bleiben. Selbst ich habe die ganze Zeit die Decke über mir. Wollen die uns tiefkühlen. Das Essen ist nicht der Rede wert, es ruckelt nur wenig, ganz anders als beim Hinflug.

Gegen 5:30 landen wir in Paris – 11 Stunden Flugzeit. Über 1 Stunde brauchen mit allen Checks und Terminalwechseln. Nicht schlecht. Wir schaffen es mehr oder weniger gerade so zum Check-in. Dieser Flieger ist im Gegensatz zum vorherigen brüllend warm.

In Paris ist es sonnig gewesen. Nun über Frankfurt sehen wir eine geschlossene Wolkendecke.

Grüße aus La Reunion

Henkersmahlzeit

Gegen 17:30 nehmen wir unsere Panaché, Erdnüsse und die Kameras und gehen zum Strand. Ich diesmal nur mit Handy, aber mit Schraubstativ zum Serienbildaufnehmen. Wir schnappen uns eine Liege in der ersten Reihe, montieren das Stativ, stellen das Handy auf „ein Bild alle 30sec.“ und öffnen das Bier. Laut Handy-app ist der Sonnenuntergang heute um 17:47. Leider sind wieder, wie gestern, viel Wolken da. Trotzdem ist es sehr schön, oder vielleicht heute auch gerade deswegen. Den roten Feuerball im Meer versinken zu sehen wäre vielleicht doch zu klischeehaft. Viele andere Gäste tun es uns übrigens gleich. Sonnenuntergang ist offensichtlich das Touripflichtprogramm :-).

Danach lesen wir noch etwas und um 18:30 brechen wir zur Henkersmahlzeit auf. Morgen um die Zeit warten wir aufs Boarding. Es ist mittlerweile stockdunkel, denn Dank einer Strassenlaternenverweigerungsvorschrift ist es hier tatsächlich rabenschwarze Nacht. Allerdings nur auf den Straßen. In den Hotels oder Wohnhäusern brennt Licht. Daher gehen wir abends ohne Taschenlampe nicht raus. Das Restaurant „Le Manta“ liegt nur etwa 800m von unserem Hotel, aber wir müssen einige Meter davon in absoluter Dunkelheit laufen.

Das Le Manta ist stilvoll afrikanisch eingerichtet. Heute ist uns beiden nach gerilltem Fisch. Elke nimmt den Schwertfisch und ich die Daurade (schreibt man hier so und ist auch ein Riesenfisch). Speisekarte unter www.le-manta.re/. Da es hier einen Tomatensalat gibt, was eine Seltenheit ist,  obwohl es überall tolle Tomaten zu kaufen gibt, nehme ich halt auch noch eine Vorspeise. Während wir speisen kommen die Gäste die im Garten sitzen alle rein!? Regnet es oder was? Wir merken nichts. Es ist genauso heiss und feucht wie vorher.

Der Tomatensalat ist nicht schlecht, aber ich hatte schon besseren. Aber der Fisch ist klasse. Gute Wahl. Dazu gibt es Karotten-Püree (naja), Blumenkohl-Broccoli-Püree (super) und Kartoffel gratin (wow). Auf dem trotz Vollmond noch dunklerem Nachhauseweg ist die Strasse nass. Es hat wohl tatsächlich geregnet.

Vielleicht ist das der letzte Blogeintrag.
Bonsoir et Bon Nuit