Nachtrag

Der letzte Tag in Südafrika fehlt noch. Das möchte ich nicht schuldig bleiben.

Das Thermometer an der Rezeption zeigt morgens um 10:30 9,5°C an. Ja – so fühlt es sich auch an. Wir fahren nur ein kleines Stück bis zur Hauptstraße zurück, dort fahren wir dann aber nordwärts. Von der Ferne gibt es gibt nochmal einen Blick zurück auf die Lodge. Berge sind allerdings in den Wolken. Ein paar km weiter öffnet sich für ein paar Sekunden ein Wolkenfenster und gibt einen kleinen Teil der Drakensberge frei. Wir können es fast nicht glauben – Schnee!

Die Straße führt über den 1735m hohen Olivierspass. Es liegt zwar kein Schnee, aber es zieht wie Hechtsuppe und die erste Hälfte der Fahrt regnet es ununterbrochen. Auch ist alles unter der Wolkendecke verborgen. Schade. Die Landschaft ist trotzdem beeindruckend. In Harrismith weiß Lola plötzlich nicht mehr weiter. Eine riesige Baustelle krempelt gerade den Verkehr um. Elke hat den richtigen Riecher und wir kommen, auch dank Lola, über Schleichwege auf die richtige Straße.

Die Landschaft wird immer flacher und es gibt freistehende Tafelberge zu hauf. Irgendwann brauchen wir mal einen Kaffee. Leider gibt es auf den Karten keine Tankstellen und auf den Autobahnen keinen Hinweise darauf. Wir versuchen mal wieder in ein Dorf zu fahren, aber da gibt es so was wie ein Kaffee nicht. An einer Ausfahrt wird für eine neugebaute Raststätte geworben. Die ist leider so neu, dass sie noch nicht eröffnet ist. Es ist zum Mäusemelken. Etwas weiter – endlich – die Erlösung. An einer Raststätte gibt es einen Wimpy. Nicht berauschend, aber vorhanden.

Das Wetter schlägt hier komische Kapriolen. Es ist wieder wärmer geworden; aber noch nicht heiß. Plötzlich wird es rabenschwarz und fängt an zu regnen. Am Straßenrand sieht es aus als hätte es geschneit. Es scheinen Hagelkörner zu sein. In Heidelberg, jaja, tanken wir ein letztes Mal, weil das Auto vollgetankt zurückgegeben werden muss und die Tankstelle am Flughafen ungünstig liegen soll. In Johannesburg brummt der Bär. Wir kommen genau richtig zur Rushhour. Dank Lola und erhöhter Aufmerksamkeit kommen wir aber wohlbehalten am Flughafen an. Ohne Lola hätten wir das nie geschafft! Das Auto zurückgeben passiert wie immer ohne Probleme. Einchecken ohne Probleme, Passkontrolle ohne Probleme – alles paletti.

Der Flieger ist eine A747-8 und brechend voll, obwohl eine 3/4 Stunde später noch ein Flug geht. Die Sitze sind extrem eng, es gibt keine Beinfreiheit und eine zu kurze Sitzfläche. Lufthansa schöpft alles aus um Geld zu verdienen. Das Essen ist auch das schlechteste seit langem. Schlafen – naja! Wir landen ziemlich zerknittert pünktlich und beide Koffer sind da.

Nun sind wir 3 Wochen durch Südafrika gegondelt und haben alle Schwierigkeiten gemeistert und dann kommt so ein RMV-Automat daher und wird eine Herausforderung. Man möge passend bezahlen. Die Dinger haben nie Wechselgeld! Er nimmt blöderweise kein Münzgeld an?? Kreditkarte auch nicht. 9€80! Einen 10Euro-Schein nimmt er dann! Wettertechnisch empfängt uns Mainz wie wir Südafrika verlassen haben – nur 5°C kälter.

Tschö mit ö! Nun warten viele Bilder und ein Berg dreckiger Wäsche auf die Bearbeitung 🙂